Der Magnum-Harnischwels (Baryancistrus chrysolomus) stammt aus dem Rio Xingu in Brasilien, einem der großen südlichen Zuflüsse des Amazonas, der stellenweise bis zu einen Kilometer breit ist. In diesem Fluss wurden bei verschiedenen Expeditionen Wassertemperaturen von 30 °C und mehr gemessen.
Aquarium-Haltung
Um diesen beeindruckenden Fisch artgerecht zu halten, sollten im Aquarium bestimmte Wasserparameter beachtet werden. Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 26 °C und 30 °C. Der pH-Wert sollte im leicht sauren bis neutralen Bereich von 5,5 bis 7,5 liegen. Die Gesamthärte (GH) empfiehlt sich zwischen 0 und 20 °dGH, während die Karbonathärte (KH) idealerweise zwischen 0 und 8 °dKH liegt.
Für die Haltung des Magnum-Harnischwelses ist ein Aquarium mit mindestens 100 Litern Volumen empfehlenswert. Je nach Wachstum des Tieres sollte das Aquarium entsprechend vergrößert werden; größere Exemplare sollten nicht in Becken unter 200 Litern gehalten werden. Ein Sandboden, große Wurzeln und entsprechende Höhlen bieten dem Wels Versteckmöglichkeiten und orientieren sich an seinem natürlichen Lebensraum. Ein leistungsstarker Filter sorgt für eine ausreichende Wasserzirkulation, die diesem Fisch zugutekommt.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Magnum-Harnischwels hauptsächlich von Algen und detritalem Material, das mit feinen Sedimenten wie Sand verbunden ist. Im Aquarium sollte seine Ernährung überwiegend pflanzlich gestaltet werden. Eingewöhnte Tiere nehmen gerne rote Mückenlarven an, jedoch sollte dieses Futter nur selten angeboten werden. Empfohlene Hauptnahrungsmittel sind unter anderem Zucchini, Gurken, Süßkartoffeln und Algensteine.
Bitte beachte, dass die Haltung und Pflege dieses Welses spezifische Anforderungen stellt. Es ist daher ratsam, sich ausführlich über die Bedürfnisse dieser Art zu informieren und die genannten Bedingungen zu berücksichtigen.
Zucht
Die Nachzucht von L47 ist im Aquarium möglich, aber anspruchsvoller als bei vielen kleineren Harnischwelsen. Baryancistrus chrysolomus ist ein Höhlenbrüter. Das Männchen besetzt eine geeignete enge Höhle, in der das Weibchen seine Eier ablegt. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege und bewacht sowie befächelt das Gelege bis zum Schlupf. Für die Zucht sind sehr sauberes, warmes und sauerstoffreiches Wasser sowie passende Höhlen entscheidend. Größere Wasserwechsel und eine gute Konditionierung der Tiere können die Laichbereitschaft fördern. Nach dem Aufbrauchen des Dottersacks benötigen die Jungwelse ausreichend Aufwuchs und können zusätzlich mit feinem pflanzlichem Welsfutter, Spirulina-Futter und später kleinen Mengen tierischer Nahrung versorgt werden.