Der Zwergraubsalmler mag zwar vom Namen her etwas verwegen klingen, ist aber im Aquarium ein eher scheuer Salmler, der etwa 4,5 cm groß werden kann. Poecilocharax weitzmani hält sich vorzugsweise in Bodennähe auf und mag eher etwas dunklere Lichtverhältnisse.
Aquarium-Haltung
Die Kantenlänge des Aquariums für diesen Süßwasserfisch sollte mindestens 60, besser noch 80 cm betragen. Wärmeres Wasser mit weichen und sauren Eigenschaften bilden eine gute Grundlage, um den Zwergraubsalmler erfolgreich im Aquarium zu halten. Er kann durchaus mit anderen friedvollen und eher klein bleibenden Arten vergesellschaftet werden.
Ein gut strukturiertes Aquarium mit dichter Bepflanzung, Wurzeln, Laub und zahlreichen Sichtbarrieren ist empfehlenswert. Gedämpftes Licht und ein dunkler Bodengrund kommen der eher zurückhaltenden Art entgegen. Besonders geeignet sind weiches, saures Wasser mit einem pH-Wert von etwa 4,5 bis 6,5 und Temperaturen von ungefähr 24 bis 28 °C. Eine gute Wasserqualität und möglichst stabile Bedingungen sind wichtig. Zur Vergesellschaftung eignen sich vor allem kleine, ruhige Fische, die Poecilocharax weitzmani bei der Nahrungsaufnahme nicht bedrängen.
Ernährung
Poecilocharax weitzmani ernährt sich überwiegend von kleinen tierischen Organismen und kann bei der Fütterung anspruchsvoller sein als viele andere Salmler. Besonders gut geeignet ist kleines Lebendfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven und Mikrowürmchen. Frostfutter wird häufig ebenfalls angenommen, während Trockenfutter je nach Gewöhnung verschmäht werden kann. Eine abwechslungsreiche Versorgung mit kleinen Futtertieren unterstützt die Kondition und insbesondere bei den Männchen die intensive Färbung.
Zucht
Die Zucht von Poecilocharax weitzmani gilt als anspruchsvoll, ist unter geeigneten Bedingungen jedoch möglich. Anders als viele frei laichende Salmler nutzt die Art geschützte Laichplätze wie kleine Höhlen, Spalten oder die Unterseiten geeigneter Strukturen. Das Männchen besetzt einen solchen Bereich, wirbt um das Weibchen und übernimmt nach der Eiablage die Bewachung des Geleges. Für Zuchtversuche sind sehr weiches, saures Wasser, gedämpfte Beleuchtung und zahlreiche geeignete Verstecke empfehlenswert. Nach dem Schlupf benötigen die sehr kleinen Jungfische zunächst Infusorien oder anderes feinstes Lebendfutter. Mit zunehmender Größe können Mikrowürmchen und später frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien angeboten werden.