Zurückhaltende Eleganz und ein gewisser Niedlichkeitsfaktor zeichnen den Schilfsalmler (Hyphessobrycon elachys) aus. Dieser Zierfisch gehört zur Familie der Salmlerartigen (Characiformes) und zur Unterfamilie der Echten Salmler (Characidae). Der Schilfsalmler stammt aus kleinen Flüssen und Überschwemmungseen in Paraguay und Uruguay.
Aquarium-Haltung
Dieser friedvolle Salmler ist recht kleinbleibend (ca. 2 cm) und eignet sich daher in entsprechender Gruppengröße auch für kleinere Aquarien ab 60 cm Kantenlänge. Sein Markenzeichen ist der markante schwarze Sichelfleck auf silbrigem Schuppenkleid. Die Männchen haben zudem sehr schöne verlängerte Flossen. Weibchen sind etwas blasser, fülliger und werden auch etwas größer. Das Balzverhalten und die Revierkämpfe dieser Zwerge mit den langen Flossen sind sehr schön anzusehen.
Dieser Süßwasserfisch punktet zwar weniger mit plakativen Farben, dafür aber mit einem harmonischen sozialen Miteinander und tollem Schwarmverhalten. Übrigens: In der Natur bildet der Schilfsalmer mit dem ähnlich aussehenden Sichelfleck-Panzerwels (Corydoras hastatus) gerne gemeinsame Schwärme. Ein herrliches Schauspiel, welches man auch prima in einem Aquarium umsetzen kann!
Die Tiere stammen aus subtropischen Gebieten und benötigen daher eher niedrigere Temperaturen. Im Aquarium sollten diese etwa 20 - 25 °C betragen. Ebenso wird weiches und saures Wasser bevorzugt. Als passende Dekoration für den Schilfsalmler eignen sich viele Wasserpflanzen für diesen Schwarmfisch, der in größeren Gruppen ab 10 Tieren gehalten werden sollte. Es darf gerne ausreichend Schwimmraum zur Verfügung stehen.
Der Schilfsalmler mag es nicht, wenn die Beleuchtung zu grell ist. Schwimmpflanzen sind also eine gute Ergänzung.
Ernährung
Als typischer Allesfresser und räuberisch lebender Fisch braucht der Schilfsalmler neben dem üblichen Fischfutter für omnivore Aquarienfische auch tierische Beikost wie feines Lebendfutter, Frostfutter oder auch gefriergetrocknetes FD-Futter.
Zucht
Die Zucht des Schilfsalmlers im Aquarium ist bereits geglückt, aber sie gelingt nicht oft. Die Tiere brauchen ein dunkles Aquarium und weiches, leicht angesäuertes Wasser (pH-Wert von ca. 6,5) und eine Wassertemperatur von ca. 25 °C. Die Fischlarven müssen separat aufgezogen werden, weil sie ansonsten von den Alttieren gefressen werden könnten. Die Jungfische brauchen sehr kleines Lebendfutter wie Rädertierchen als erstes Futter nach dem Schlupf.