"Nein, der ist nicht krank, der schwimmt immer so." In der Tat besitzt Synodontis nigriventris, der Rückenschwimmende Kongowels eine recht belustigende Art zur Fortbewegung. Die kleinste Fieberbartwels-Art lebt in großen Gruppen entlang der Ufer in den Flüssen des Kongo-Gebietes. In der Natur schwimmen diese Welse unter der Wasseroberfläche mit dem Rücken nach oben und weiden den Oberflächenfilm nach Insekten und Blütenstaub ab. Leider zeigen sie dieses Verhalten im Aquarium nicht so häufig.
Aquarium-Haltung
Diese geselligen und recht lebendigen Welse benötigen eine Gruppe bestehend aus mehreren Artgenossen. Sie werden bis zu 5 cm groß. Ein Aquarium für diese Fische sollte daher eine Kantenlänge von 60 cm, besser 80 cm, aufweisen. Neben der außergewöhnlichen Schwimmweise besitzt Synodontis nigriventris eine recht hübsche Musterung. Eine recht warme Temperatur (26 - 28 °C), sowie weiches Wasser und ein alkalischer pH-Wert von 7,5 bis 8,2 sind geeignete Bedingungen für diesen Zierfisch. Verstecke, Höhlen und gerne große Wasserpflanzen nahe der Oberfläche sind geeignete Einrichtungsgegenstände für diese Welsart aus dem Kongo. Es sollte auch viel Schwimmraum vorhanden sein, da die eher nachtaktiven Tiere ständig im Freiwasser unterwegs sind. Tagsüber sieht man sie leider nur selten. Da es sehr gesellige Tiere sind, sollten mindestens 10 Exemplare zusammen gehalten werden.
Ernährung
Synodontis nigriventris ist ein unkomplizierter Allesfresser. Als Grundnahrung eignen sich hochwertige Futtertabletten, Granulate und Flocken. Ergänzend werden Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Mückenlarven und kleine Krebstiere gerne angenommen. Auch pflanzliche Bestandteile und Algenaufwuchs können einen Teil des Speiseplans ausmachen. Da die Tiere vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind, empfiehlt es sich, zumindest einen Teil des Futters am Abend anzubieten.
Zucht
Die gezielte Zucht von Synodontis nigriventris ist im Aquarium möglich, gilt jedoch als vergleichsweise anspruchsvoll. Zur Fortpflanzung werden bevorzugt geschützte Bereiche und Höhlen aufgesucht, in denen die Eier abgelegt werden können. Eine ausgeprägte Brutpflege findet nicht statt. Für einen gezielten Zuchtversuch sind gut konditionierte Elterntiere, abwechslungsreiches Lebend- und Frostfutter sowie sehr gute Wasserqualität empfehlenswert. Größere Wasserwechsel können möglicherweise zusätzlich die Laichbereitschaft fördern. Nach dem Schlupf zehren die Larven zunächst von ihrem Dottersack. Anschließend können die Jungwelse mit Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und fein zerkleinertem Aufzuchtfutter versorgt werden. Eine gute Wasserhygiene und regelmäßige kleine Fütterungen sind während der Aufzucht besonders wichtig.