Der Procyon-Salmler, auch bekannt als Raccoon Tetra, ist ein seltener und faszinierender Süßwasserfisch aus dem Rio Aripuanã in Brasilien. Sein auffälliges schwarzes Gesichtsband erinnert an eine Waschbärenmaske und macht ihn zu einem echten Hingucker in jedem Aquarium. Herkunft & Lebensraum Ursprünglich stammt der Procyon-Salmler aus den klaren, pflanzenreichen Gewässern des Rio Aripuanã, einem Nebenfluss des Rio Madeira in Brasilien. Dort lebt er in Schwärmen und bevorzugt schattige Bereiche mit dichter Vegetation und weichem, leicht saurem Wasser. Größe & Verhalten Mit einer Endgröße von etwa 4–5 cm ist der Procyon-Salmler ideal für mittelgroße Aquarien. Er ist ein friedlicher Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens 6–10 Tieren gehalten werden sollte, um sein natürliches Sozialverhalten zu zeigen. Männchen entwickeln eine intensivere Färbung und verlängerte Flossen. Wasserwerte & Haltung Der Procyon-Salmler (Hyphessobrycon procyon) bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,2. Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 22 und 30 °C. Ein Aquarium mit einer Kantenlänge von mindestens 80 cm bietet ausreichend Schwimmraum für diese aktiven Fische. Eine dichte Bepflanzung, kombiniert mit Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln und Steinen, schafft eine naturnahe Umgebung. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht fördern das Wohlbefinden und die Farbenpracht der Tiere. Regelmäßige Wasserwechsel und stabile Wasserwerte sind entscheidend für die Gesundheit der Procyon-Salmler. Ernährung Als Allesfresser ist der Procyon-Salmler unkompliziert in der Fütterung. Er nimmt gerne hochwertiges Trockenfutter, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Artemia oder Mückenlarven. Zucht Die Zucht des Procyon-Salmlers im Aquarium ist möglich, jedoch anspruchsvoll. Ein separates Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen und nitratarmem Wasser ist erforderlich. Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere entfernt werden, da sie Laichräuber sind. Die Aufzucht der Jungfische erfolgt zunächst mit Infusorien, später mit Artemia-Nauplien.