Unter den Blauaugen ist Pseudomugil furcatus sicherlich einer der farbenfrohsten Arten. Es ist ein herrliches Schauspiel, wenn die Männchen im Aquarium sich gegenseitig imponieren, die Flossen aufstellen und in kleinen wirbelnden Kreisen Rangkämpfe austragen. Mit einer dichten und feinfiedrigen Bepflanzung ist die Nachzucht dieser herrlichen Aquarienfische kein großes Problem. Hierfür ist eine regelmäßige Lebend- oder Frostfutterzugabe (weiße Mückenlarven) sehr förderlich.
Aquarium-Haltung
Pseudomugil furcatus, das Gabelschwanz-Blauauge, ist ein lebhafter und friedlicher Gruppenfisch aus Papua-Neuguinea, der etwa 5 bis 6 cm Körperlänge erreicht. Die geselligen Tiere sollten in einer Gruppe von mindestens 8 bis 10 Exemplaren gehalten werden, wobei sich die Männchen regelmäßig mit eindrucksvollem Imponierverhalten präsentieren. Empfehlenswert ist ein Aquarium ab etwa 60 cm Kantenlänge, besser mit reichlich freiem Schwimmraum und einer dichteren Bepflanzung in den Randbereichen. Die Art bevorzugt sauberes und sauerstoffreiches Wasser mit leichter Strömung. Geeignet sind Temperaturen von etwa 23 bis 27 °C, ein pH-Wert von ungefähr 7,0 bis 8,0 sowie mittelhartes bis härteres Wasser. Regelmäßige Wasserwechsel tragen wesentlich zum Wohlbefinden der Tiere bei.
Ernährung
Pseudomugil furcatus ist ein Allesfresser mit einer Vorliebe für kleine tierische Nahrung. Aufgrund des relativ kleinen Mauls sollten entsprechend feine Futtersorten angeboten werden. Hochwertiges Flockenfutter und Mikrogranulat eignen sich als Basis und können durch Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven ergänzt werden. Mehrere kleine Futtergaben über den Tag verteilt sind empfehlenswert. Eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützt die Kondition und bringt insbesondere bei den Männchen die attraktive Flossenfärbung gut zur Geltung.
Zucht
Die Zucht von Pseudomugil furcatus ist im Aquarium gut möglich. Die Tiere sind Dauerlaicher und geben über einen längeren Zeitraum regelmäßig einzelne Eier ab. Diese besitzen feine Haftfäden und werden bevorzugt an feinfiedrigen Pflanzen, Moosen oder künstlichen Laichmopps befestigt. Eine Brutpflege findet nicht statt, und die erwachsenen Fische können Eier und Jungfische fressen. Für eine gezielte Nachzucht empfiehlt es sich daher, Laichmopps regelmäßig in ein separates Aufzuchtbecken zu überführen. Nach dem Schlupf benötigen die kleinen Jungfische zunächst Infusorien oder anderes feinstes Aufzuchtfutter. Sobald sie ausreichend groß sind, können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien angeboten werden.