Der Blaue Neon hat im Gegensatz zum Neonfisch (Paracheirodon innesi) und dem Roten Neon (Paracheirodon axelrodi) kaum noch oder gar keine roten Farbanteile mehr. Übrig bleibt also allein der blaue Neonstreifen, welcher hierdurch viel deutlicher hervorsticht und akzentuiert wird.
Aufgrund der etwas dezenten Optik wird Paracheirodon simulans gerne in Pflanzenaquarien oder Aquascapes eingesetzt.
Aquarium-Haltung
In punkto Verhalten und weiteren Merkmalen ist der Blaue Neon ein typischer Salmler: gruppenorientiert, benötigt sowohl Rückzugsorte als auch genügend freien Schwimmraum und ansonsten recht unkompliziert in der Haltung. Das Aquarienwasser darf gerne weich und sauer sein. Belohnt wird der Aquarianer mit einem tollen Schwarmverhalten bei einem besonderen Zierfisch.
Ernährung
Paracheirodon simulans, der Blaue Neon, ist ein kleiner Allesfresser, der aufgrund seines kleinen Mauls entsprechend feines Futter benötigt. Als Grundnahrung eignen sich hochwertiges feines Flockenfutter und Mikrogranulat. Ergänzend sollte regelmäßig kleines Lebend- und Frostfutter wie Cyclops, Artemia-Nauplien, kleine Daphnien oder feine Mückenlarven angeboten werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert die Vitalität und unterstützt die intensive blaugrüne Färbung der Tiere. Mehrere kleine Futtergaben sind dabei besser geeignet als eine große Portion.
Zucht
Die Zucht von Paracheirodon simulans gilt als anspruchsvoll. Für eine erfolgreiche Nachzucht ist sehr weiches, saures und möglichst keimarmes Wasser von besonderer Bedeutung. Als Freilaicher legt der Blaue Neon seine Eier bevorzugt zwischen feinfiedrigen Pflanzen oder Moosen ab und betreibt anschließend keine Brutpflege. Da die Elterntiere den eigenen Laich fressen können, sollten sie nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt werden. Eier und Larven reagieren empfindlich auf helles Licht, weshalb das Aquarium zunächst stark abgedunkelt werden sollte. Nach dem Freischwimmen benötigen die winzigen Jungfische feinstes Lebendfutter wie Infusorien oder Pantoffeltierchen. Später können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien angeboten werden.