Brachirus cf. selheimi ist eine Süßwasser-Seezunge aus der Familie Soleidae. Das „cf.“ weist darauf hin, dass die genaue Artzuordnung der im Handel unter diesem Namen angebotenen Tiere nicht abschließend geklärt ist. Die bodenlebenden Fische können ungefähr 15 bis 20 cm Körperlänge erreichen.
Haltung im Aquarium
Für die Haltung empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 100 cm Kantenlänge mit möglichst großer Grundfläche. Besonders wichtig ist eine ausreichend dicke Schicht aus feinem, weichem Sand, da sich die Tiere teilweise eingraben. Wurzeln und Steine können zur Strukturierung eingesetzt werden, sollten aber genügend freie Sandflächen lassen. Empfehlenswert sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C und ein pH-Wert im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Aufgrund der nicht vollständig geklärten Artzugehörigkeit sollte bei der Wasserchemie auch die Herkunft der jeweiligen Tiere berücksichtigt werden.
Ernährung
Brachirus cf. selheimi ernährt sich überwiegend von tierischer Nahrung, die am oder im Bodengrund gefunden wird. Besonders geeignet sind Lebend- und Frostfuttersorten wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia, Mysis, kleine Garnelen und Würmer. Futter sollte gezielt bis auf den Boden gelangen, da die Tiere dort nach Nahrung suchen. An Trockenfutter müssen manche Exemplare erst gewöhnt werden und einige akzeptieren es nur schlecht. Gerade neu eingesetzte Tiere sollten deshalb sorgfältig beobachtet werden, damit sichergestellt ist, dass sie ausreichend Nahrung aufnehmen.
Zucht
Über die Fortpflanzung von Brachirus cf. selheimi im Aquarium liegen nur sehr wenige verlässliche Informationen vor. Eine regelmäßige und reproduzierbare Nachzucht ist in der Aquaristik nicht etabliert. Aufgrund der unsicheren Artbestimmung ist zudem nicht gewährleistet, dass Beobachtungen bei ähnlich aussehenden Brachirus-Arten direkt auf diese Handelsform übertragen werden können.
Konkrete Angaben zu Balz, Laichsubstrat, Brutpflege und optimalen Bedingungen für die Larvenaufzucht sollten daher nicht als gesichert betrachtet werden. Für Zuchtversuche wären ein großes, biologisch stabiles Aquarium, gut konditionierte Tiere und möglichst genaue Informationen über die Herkunft der jeweiligen Population wichtige Voraussetzungen.