Der L 260, auch Queen Arabesque Harnischwels genannt, ist ein äußerst kontrastreich und schwarz-weiß gemusterter Wels, der eher etwas versteckt lebt. Hypancistrus sp. 'L 260' wird dabei bis zu 12 cm groß.
Aquarium-Haltung
Wir empfehlen als geeignete Heimstätte ein Aquarium mit mindestens 100 cm Kantenlänge. Dieser friedliche Wels benötigt einige Verstecke in Form von Höhlen im Aquarium. Auch Wasserpflanzen und vor allem Wurzelholz sind geeignete Aquariendekoration für diesen hübschen Harnischwels. Weiche und saure Wasserwerte sind zudem wichtig, ebenso wie sauberes und keimfreies Wasser.
Ernährung
Hypancistrus sp. 'L 260' ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Nahrung. Als Grundfutter eignen sich hochwertige proteinreiche Welsfuttertabletten und sinkende Granulate. Ergänzend werden Frostfuttersorten wie Artemia, Mysis, Cyclops und Mückenlarven gerne angenommen. Kleine Mengen pflanzlicher Nahrung können den Speiseplan ergänzen, sollten jedoch nicht den Schwerpunkt bilden. Da die Tiere vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv werden, empfiehlt sich ein Teil der Fütterung nach dem Abschalten der Aquarienbeleuchtung. Eine dauerhaft sehr eiweißreiche Fütterung in übermäßigen Mengen sollte vermieden werden, um unnötige Wasserbelastungen zu verhindern.
Zucht
Die Nachzucht von Hypancistrus sp. 'L 260' ist im Aquarium gut möglich. Die Art ist ein typischer Höhlenbrüter. Ein geschlechtsreifes Männchen besetzt eine enge Höhle oder Welsröhre, in der das Weibchen seine Eier ablegt. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege, bewacht das Gelege und befächelt es kontinuierlich mit sauerstoffreichem Wasser. Warmes, sauberes und sauerstoffreiches Wasser sowie größere Wasserwechsel und eine vorherige kräftige Konditionierung der Tiere können die Fortpflanzungsbereitschaft fördern. Nach dem Schlupf bleiben die Larven zunächst in der Höhle und ernähren sich von ihrem Dottersack. Sobald dieser aufgebraucht ist, können die Jungwelse mit feinem proteinreichem Welsfutter, Artemia-Nauplien und fein zerkleinertem Frostfutter aufgezogen werden. Eine gute Wasserhygiene ist dabei besonders wichtig.