Pseudacanthicus pirarara ist ein großer, kräftig gebauter Harnischwels aus Brasilien. Charakteristisch sind der stark gepanzerte Körper, ausgeprägte Odontoden und rötlich bis orange gefärbte Flossenpartien.
Haltung im Aquarium
Die Art kann etwa 30 bis 35 cm Körperlänge erreichen und benötigt entsprechend viel Platz. Für ausgewachsene Tiere empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 150 cm Kantenlänge, besser größer. Das Becken sollte mit großen Wurzeln, stabilen Steinaufbauten und geräumigen Höhlen eingerichtet werden. Vor allem adulte Männchen können gegenüber Artgenossen territorial reagieren, weshalb mehrere voneinander getrennte Rückzugsbereiche notwendig sind. Geeignet sind Temperaturen von etwa 26 bis 30 °C, ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine leistungsfähige Filterung, kräftige Sauerstoffversorgung und regelmäßige große Wasserwechsel sind aufgrund der Größe und des hohen Stoffwechsels besonders wichtig.
Ernährung
Pseudacanthicus pirarara ist ein Allesfresser mit einer deutlichen Vorliebe für tierische Nahrung. Geeignet sind hochwertige sinkende Welsgranulate und -tabletten sowie Frostfutter wie Garnelen, Muschelfleisch, Krill und Mysis. Gelegentlich können auch Regenwürmer angeboten werden. Pflanzliche Bestandteile sollten die Ernährung ergänzen, beispielsweise über entsprechende Futtertabletten oder Gemüse. Besonders bei proteinreicher Ernährung ist auf eine maßvolle Fütterung und eine sehr gute Wasserhygiene zu achten, da große Harnischwelse das Wasser erheblich belasten können.
Zucht
Pseudacanthicus pirarara ist ein Höhlenbrüter. Für Zuchtversuche benötigen ausgewachsene Tiere ausreichend große, stabile Höhlen, in denen das Männchen genügend Platz hat, das Gelege zu betreuen. Nach der Eiablage übernimmt das Männchen die Brutpflege und bewacht sowie befächelt die Eier bis zum Schlupf. Während dieser Zeit kann es den Höhleneingang energisch gegenüber anderen Fischen verteidigen.
Die gezielte Nachzucht erfordert vor allem ausreichend große und gut konditionierte Zuchttiere, geeignete Höhlen und eine konstant hohe Wasserqualität. Größere Wasserwechsel und Veränderungen der Strömung können als Fortpflanzungsreiz wirken. Nach dem Aufbrauchen des Dottersacks können die Jungwelse mit proteinreichem feinem Welsfutter sowie kleinen Frost- und Lebendfuttersorten ernährt werden. Auch pflanzliche Futterbestandteile sollten frühzeitig angeboten werden.