Der Pseudacanthicus pitanga, auch bekannt als Rotflossenkaktuswels, ist eine beeindruckende Welsart aus den Flüssen des Rio Tocantins und dessen Nebenflüssen in Brasilien. Mit seiner auffälligen Färbung in Rot und Grün und einer Größe von bis zu 40 cm stellt er einen anspruchsvollen, aber faszinierenden Bewohner für große Aquarien dar. Diese nachtaktiven Fische zeigen tagsüber ein starkes Rückzugsverhalten und bevorzugen Verstecke in Höhlen.
Aquarium-Haltung
Für die artgerechte Haltung des Rotflossenkaktuswels ist ein Aquarium ab einer Größe von 150 cm Kantenlänge erforderlich, wobei größere Exemplare mindestens 600 Liter benötigen. Territoriale Männchen zeigen aggressive Verhaltensweisen, weshalb sie nur einzeln oder mit größeren Beifischen vergesellschaftet werden sollten.
Wichtige Gestaltungselemente für das Aquarium sind: Sandiger Bodengrund, Wurzeln und Strukturen aus Holz, Zahlreiche Versteckmöglichkeiten wie Höhlen. Ein leistungsstarker Filter sowie regelmäßige Wasserwechsel (mindestens 50 %) sorgen für die notwendigen Wasserbedingungen. Die Temperatur sollte zwischen 27-30 °C gehalten werden. Eine starke Strömung im Becken kommt dem natürlichen Habitat des Fisches nahe und kann auch zu einer friedlicheren Haltung beitragen, vor allem in Gesellschaft mit aggressiveren Arten wie Cichliden.
Dieser Fisch gehört zu den anspruchsvollen Arten und sollte nur von erfahrenen Aquarianern gehalten werden. Seine Vorliebe für Höhlen und Strukturen macht ihn zu einer besonders interessanten Wahl für aquatische Biotope mit klaren, stromreichen Gewässern. Die Haltung erfordert Geduld und Präzision, da der Wels Zeit braucht, um sich einzugewöhnen und seine typischen Verhaltensweisen zu zeigen.
Ernährung
Der Pseudacanthicus pitanga ist ein Fleischfresser und bevorzugt: Lebend- und Frostfutter, darunter rote Mückenlarven, Krill, Garnelen oder Muschelfleisch. Größere Exemplare lassen sich gelegentlich an spezielle Wels-Chips gewöhnen, was die Ernährung erleichtert.
Zucht
Die Nachzucht des Rotflossenkaktuswels ist möglich, allerdings sehr anspruchsvoll und setzt erfahrene Aquarianer sowie spezielle Bedingungen voraus.