Der sogenannte Black Molly ist ein wahrer Klassiker unter den Aquarienfischen und stellt die attraktive schwarze Farbform des Spitzmaulkärpflings dar. Mittlerweile haben sich auch andere Farbvarianten in der Aquaristik etabliert wie Poecilia sphenops 'Gold dust'. Dieser ist vor allem ein sehr robuster und lebendiger Fisch und daher vor allem bei Aquarien-Einsteigern und für die Haltung in einem Gesellschaftsaquarium hoch im Kurs. Eine wuselige Truppe dieser prächtigen Tiere kann jedes Aquarium bereichern.
Haltung im Aquarium
Poecilia sphenops 'Gold Dust', der Gold-Dust-Molly, ist eine attraktive Zuchtform des Spitzmaulkärpflings und erreicht je nach Geschlecht etwa 6 bis 10 cm Körperlänge. Die geselligen und lebhaften Fische sollten in einer kleinen Gruppe gehalten werden, idealerweise mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Empfehlenswert ist ein Aquarium ab etwa 80 cm Kantenlänge mit ausreichend freiem Schwimmraum sowie dicht bepflanzten Randbereichen als Rückzugsmöglichkeit. Gold-Dust-Mollys bevorzugen mineralreiches, mittelhartes bis hartes Wasser. Geeignet sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C und ein pH-Wert von ungefähr 7,0 bis 8,2. Eine gute Wasserqualität und regelmäßige Wasserwechsel sind besonders wichtig. Eine dauerhafte Salzzugabe ist für die Haltung im Süßwasseraquarium nicht erforderlich.
Ernährung
Der Gold-Dust-Molly ist ein Allesfresser mit einem vergleichsweise hohen Bedarf an pflanzlicher Nahrung. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter mit Spirulina oder anderen pflanzlichen Bestandteilen eignet sich gut als Grundnahrung. Zusätzlich weiden die Tiere gerne Algen und Aufwuchs von Pflanzen und Einrichtungsgegenständen ab. Ergänzend können Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops und Mückenlarven angeboten werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichendem Pflanzenanteil unterstützt Verdauung, Wachstum und Kondition.
Zucht
Die Zucht von Poecilia sphenops 'Gold Dust' ist sehr einfach und gelingt häufig bereits im Gesellschaftsaquarium. Als lebendgebärender Zahnkarpfen bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von ungefähr vier bis sechs Wochen vollständig entwickelte Jungfische zur Welt. Weibchen können Spermien speichern und deshalb auch nach einer Trennung vom Männchen noch mehrere Würfe hervorbringen. Dichte Pflanzenbestände, feinfiedrige Pflanzen und Schwimmpflanzen bieten den Jungfischen wichtige Verstecke, da erwachsene Tiere dem Nachwuchs nachstellen können. Die Jungfische nehmen von Beginn an fein zerriebenes Flockenfutter, Staubfutter und Artemia-Nauplien an und wachsen bei abwechslungsreicher Fütterung und guter Wasserqualität zügig heran.