Der Guppy Flamingo‑rot (Poecilia reticulata 'Flamingo-red') beeindruckt durch seine leuchtend orange‑rot bis flamingofarbenen Flossen, kombiniert mit einem hellen Bauch. Männchen erreichen etwa 3–4 cm, Weibchen bis 6 cm. Diese Zuchtvariante stammt von Wildformen aus Nordost‑Südamerika (Venezuela, Guyana) und ist gezielt selektiert für intensive Rotfärbung. Ideal für Aquarien von 60 cm oder mehr, zeigt er sich besonders in Gruppen ab 5 Tieren lebhaft und gesellig.
Haltung im Aquarium
Für eine artgerechte Haltung eignen sich Wassertemperaturen zwischen 24 und 28 °C, ein pH-Wert von 7,0 bis 8,0 sowie eine Karbonathärte von etwa 10 bis 20 °dKH. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 60 cm aufweisen. Da die Tiere friedlich und gesellig sind, empfiehlt sich die Haltung in einer Gruppe von mindestens fünf bis sechs Artgenossen, wodurch auch ihr natürliches Aktivitäts- und Sozialverhalten gefördert wird. Eine dichte Bepflanzung sowie Schwimmpflanzen schaffen Rückzugsmöglichkeiten und bieten insbesondere Jungfischen wertvollen Schutz. Aufgrund ihres robusten und friedlichen Wesens eignen sich die Tiere gut für ein Gemeinschaftsaquarium mit anderen ruhigen Arten, beispielsweise kleinen Salmlern oder Zwergkärpflingen.
Ernährung
Der Flamingo-rote Guppy ist ein anspruchsloser Allesfresser und lässt sich unkompliziert ernähren. Als Grundnahrung eignen sich hochwertige Flockenfutter und feine Granulate. Für eine abwechslungsreiche Ernährung und eine kräftige Farbausprägung sollte der Speiseplan regelmäßig durch Lebend- oder Frostfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe und Artemia ergänzt werden. Empfehlenswert sind mehrere kleine Futterportionen über den Tag verteilt. Dabei sollte stets nur so viel gefüttert werden, wie die Tiere innerhalb kurzer Zeit aufnehmen können, um Futterreste und eine unnötige Belastung der Wasserqualität zu vermeiden.
Zucht
Poecilia reticulata gehört zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen und lässt sich im Aquarium sehr einfach vermehren. Nach einer Tragzeit von meist etwa drei bis vier Wochen bringt das Weibchen vollständig entwickelte Jungfische zur Welt. Je nach Alter, Größe und Kondition des Weibchens kann ein Wurf etwa 20 bis 60, bei großen Tieren auch mehr Jungfische umfassen. Für eine erfolgreiche Aufzucht empfiehlt sich eine dichte Bepflanzung mit feinen Pflanzen und Moosen, in denen sich die Jungfische vor den erwachsenen Tieren verstecken können. Alternativ ist eine separate Aufzucht möglich. Die Jungfische lassen sich von Beginn an mit feinem Aufzuchtfutter, frisch geschlüpften Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen versorgen. Da Guppys sehr vermehrungsfreudig sind, empfiehlt sich bei Bedarf eine frühzeitige Geschlechtertrennung, um eine unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden.