Der Zwergbärbling ist ähnlich wie viele Artgenossen aus der Gattung Boraras recht winzig und ein kleines, rotes Farbjuwel. Bei richtiger Beleuchtung, Wohlbefinden und entsprechender Ernährung wird Boraras maculatus schön knallig rot, mit dem typischen und markanten schwarzen Punkt in der Köpermitte. Ein Trupp dieser schöner Zierfische passt wunderbar zu grünen Wasserpflanzen und bildet mit ihnen einen tollen Kontrast.
Haltung im Aquarium
Boraras maculatus, der Zwergbärbling oder Gefleckte Zwergbärbling, ist ein sehr kleiner und friedlicher Schwarmfisch aus Südostasien und erreicht lediglich etwa 2 bis 2,5 cm Körperlänge. Die geselligen Tiere sollten in einer Gruppe von mindestens 10 Exemplaren, besser noch 15 bis 20 Tieren, gehalten werden. Aufgrund ihrer geringen Größe eignet sich bereits ein Aquarium ab etwa 40 bis 50 cm Kantenlänge. Besonders wohl fühlen sich die Fische in dicht bepflanzten Aquarien mit Wurzeln, Laub und Schwimmpflanzen sowie einer eher gedämpften Beleuchtung. Geeignet sind Temperaturen von etwa 23 bis 28 °C, ein pH-Wert von ungefähr 4,5 bis 7,0 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine geringe Strömung und eine Vergesellschaftung mit kleinen, friedlichen Arten sind empfehlenswert.
Ernährung
Boraras maculatus ist ein Kleinstfutterfresser und benötigt aufgrund seines winzigen Mauls entsprechend feine Nahrung. Hochwertiges Staubfutter, fein zerriebenes Flockenfutter und Mikrogranulat eignen sich als Grundnahrung. Besonders gerne werden kleine Lebend- und Frostfuttersorten wie Cyclops, Artemia-Nauplien, kleine Daphnien und Mikrowürmchen angenommen. Mehrere kleine Futtergaben sind einer großen Portion vorzuziehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit regelmäßigem Lebend- oder Frostfutter fördert Kondition und intensive Färbung.
Zucht
Die Zucht von Boraras maculatus ist im Aquarium möglich. Die Tiere sind Dauerlaicher beziehungsweise Freilaicher und geben regelmäßig einzelne kleine Eier zwischen feinfiedrigen Pflanzen und Moosen ab. Eine Brutpflege findet nicht statt, und die erwachsenen Tiere können sowohl Eier als auch frisch geschlüpfte Jungfische fressen. Für eine gezielte Nachzucht empfiehlt sich deshalb ein separates, schwach beleuchtetes Zuchtbecken mit sehr weichem, leicht saurem Wasser und reichlich Javamoos oder einem Laichrost. Die winzigen Jungfische benötigen nach dem Freischwimmen zunächst Infusorien, Rädertierchen oder vergleichbares Kleinstfutter. Sobald sie ausreichend gewachsen sind, können Artemia-Nauplien angeboten werden.