Der blaue Antennenwels ist ein sehr beliebter Süßwasser-Wels für das Aquarium mit einer hübschen Musterung mit hellen Punkten auf dunklem eher braunem Untergrund. Die männlichen Exemplare des L183 fallen durch ihre leicht gruselige Alien-Optik auf, bedingt durch ihre wurmartigen Fortsätze auf dem Kopf, welche bis über das Maul gehen. Oft wird der Ancistrus dolichopterus als Scheibenputzer für Aquarien verpönt, dabei hat dieser eher nachtaktive Wels viel mehr zu bieten, als auf einen reinen Nutzfisch reduziert zu werden.
Haltung im Aquarium
Ancistrus dolichopterus, der Blaue Antennenwels, stammt aus dem Amazonasgebiet Südamerikas und erreicht eine Körperlänge von etwa 10 bis 13 cm. Für ein einzelnes Tier oder ein Paar empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 80 cm Kantenlänge. Wichtig sind zahlreiche Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinen und passenden Welsröhren oder Höhlen. Echtholzwurzeln sind besonders empfehlenswert, da die Tiere deren Oberflächen abweiden und dabei auch Holzfasern aufnehmen. Geeignet sind Temperaturen von etwa 24 bis 29 °C, ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Eine gute Filterung, ausreichend Sauerstoff und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Ausgewachsene Männchen können untereinander territorial reagieren, weshalb bei der Haltung mehrerer Tiere ausreichend Platz und mehrere voneinander getrennte Verstecke vorhanden sein sollten.
Ernährung
Ancistrus dolichopterus ist ein Allesfresser mit einem deutlichen Schwerpunkt auf pflanzlicher Nahrung und Aufwuchs. Algenbeläge und Biofilm werden regelmäßig abgeweidet, reichen als alleinige Ernährung jedoch nicht aus. Geeignet sind hochwertige Wels- und Spirulina-Tabletten sowie pflanzliche Futtersorten. Ergänzend können beispielsweise Zucchini, Kürbis oder anderes geeignetes Gemüse angeboten werden. Gelegentliche tierische Nahrung wie Artemia, Mysis oder proteinreiches Welsfutter ergänzt den Speiseplan. Eine dauerhaft sehr proteinreiche Ernährung sollte vermieden werden.
Zucht
Ancistrus dolichopterus ist ein Höhlenbrüter und lässt sich bei geeigneten Bedingungen im Aquarium nachzüchten. Das Weibchen legt die Eier in einer engen Höhle oder Welsröhre ab. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege, bewacht das Gelege und befächelt die Eier kontinuierlich mit Frischwasser. Nach dem Schlupf bleiben die Jungfische zunächst in der Höhle und ernähren sich von ihrem Dottersack. Sobald sie die Höhle verlassen, können sie mit feinem pflanzlichen Welsfutter, Spirulina-Futter und geeignetem Gemüse versorgt werden. Biofilm und Aufwuchs auf Wurzeln und anderen Oberflächen stellen ebenfalls eine wertvolle Nahrungsquelle für die Jungtiere dar.