Eine echte Rarität aus dem Kongo können wir mit dem Prachtkongosalmler anbieten, welcher auch Stahlblauer Kongosalmler genannt wird. Alestopetersius brichardi ist sehr selten im Handel anzutreffen und stammt aus dem unteren Kongo. Dort hat er ein recht großes Verbreitungsgebiet, wird aber nicht häufig exportiert. In der Tat sind hier auch verschiedene Farbvarianten und Fundort Varianten bekannt, wobei die die farbintensivsten Tiere aus dem Lefini Fluss kommen.
Dieser eher schlanke Salmler fällt durch seine kontrastreiche Färbung der Männchen sofort ins Auge: eine leuchtend blaue Rückenpartie umrahmt von orangefarbenen bis roten Flossen, die zum Teil auch mit einem Schleier verlängert und schwarz umrandet sind. Die Art der Flossenausfärbung ist daher fundortbedingt etwas abweichend. Weibliche Tiere sind in der Regel etwas blasser.
Aquarium-Haltung
Zu erwarten ist eine Endgröße von etwa 8 cm. Wir gönnen diesen prächtigen Schwimmern daher ein Aquarium mit einer Mindest-Kantenlänge von 120 cm. Kongosalmler sind Gruppentiere und sollten natürlich in einem Schwarm gehalten werden. Diese Zierfische sind recht anpassungsfähig, denn je nach Fundort können die Wasserparameter ihrer Biotope durchaus variieren. Tiere aus dem Gebiet des Lac MaiNdombe im zentralen Kongobecken stammen aus extrem weichem und saurem Wasser (pH 4,2 bis 4,5, Leitwert 10 bis 30 uS), Fische aus dem Lefini Fluss schwimmen in Gewässern mit pH 6,4 bis 6,7 und einem Leitwert von 80 uS.
Ernährung
Alestopetersius brichardi ist ein Allesfresser mit einer deutlichen Vorliebe für tierische Nahrung. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter eignet sich als Grundnahrung und sollte regelmäßig durch Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Mysis und Mückenlarven ergänzt werden. Auch pflanzliche Futterbestandteile können gelegentlich angeboten werden. Eine abwechslungsreiche und hochwertige Ernährung unterstützt das Wachstum, eine gute Kondition und die intensive Färbung der Tiere.
Zucht
Die gezielte Zucht von Alestopetersius brichardi gilt als anspruchsvoll und wird im Aquarium nur vergleichsweise selten durchgeführt. Die Tiere sind Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. Für Zuchtversuche empfiehlt sich ein separates Aquarium mit weichem, leicht saurem Wasser sowie feinfiedrigen Pflanzen, Moosen oder einem Laichrost, durch den die Eier vor den Elterntieren geschützt werden. Nach dem Ablaichen sollten die erwachsenen Fische entfernt werden, da sie dem eigenen Laich nachstellen können. Sobald die Jungfische frei schwimmen, benötigen sie zunächst sehr feines Aufzuchtfutter wie Infusorien oder anderes Kleinstfutter. Mit zunehmender Größe können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien angeboten werden.