Der Flaggenschwanz Panzerwels Corydoras robbineae gehört zu den eher seltenen Panzerwelsen im Handel, da er nur noch unregelmäßig aus Brasilen exportiert wird. War er früher fast ein Standartfisch, ist er heute durch die Auswirkungen des Klimawandels in Amazonien, das heißt ungewöhnliche Trockenheit oder Überflutungen während der Hauptfangzeit seltener bei uns erhältlich. Corydoras robineae sind ideale Beifische für Roten Neon, Rotkopfsalmler oder Skalare.
Der Flaggenschwanz Panzerwels fällt direkt durch seine etwas stromlinienförmige Körperform aus der Art. Ein Hauptmerkmal ist seine großartig gestreifte Schwanzflosse in hellen und dunklen Farben. Der restliche Körper weist typische Flecken, Punkte und Streifen auf. Corydoras robineae ist ein Gruppentier, welches bis zu 7 cm groß werden kann.
Aquarium-Haltung
Eine entsprechende Schwarmstärke vorausgesetzt, wird ein Aquarium mit einer Kantenlänge von 80 cm benötigt. Eine genügend freie Bodengrundfläche (Sand oder Kies) als Spielwiese sollte vorhanden sein, genau wie einige Pflanzen, Wurzeln und Steine als Verstecke und Ruhelager.
Geeignet sind Temperaturen von etwa 22 bis 26 °C, ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser und regelmäßige Wasserwechsel sind für eine langfristig erfolgreiche Haltung besonders wichtig.
Ernährung
Corydoras robineae ist ein Allesfresser und nimmt seine Nahrung überwiegend vom Bodengrund auf. Hochwertige sinkende Futtertabletten und Granulate eignen sich gut als Grundnahrung. Ergänzend sollten regelmäßig Frost- und Lebendfuttersorten wie Artemia, Cyclops, Tubifex, Mückenlarven und kleine Würmer angeboten werden. Panzerwelse sollten nicht ausschließlich von Futterresten anderer Aquarienbewohner leben, sondern gezielt mit geeignetem Bodenfutter versorgt werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Vitalität und Fortpflanzungsbereitschaft.
Zucht
Die Zucht von Corydoras robineae ist im Aquarium möglich und ähnelt grundsätzlich der Fortpflanzung anderer Panzerwelse. Eine reichhaltige Fütterung mit Lebend- und Frostfutter sowie größere Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser können die Laichbereitschaft fördern. Bei der Paarung wird die für Panzerwelse typische T-Stellung eingenommen. Das Weibchen befestigt die befruchteten Eier anschließend einzeln oder in kleinen Gruppen an Pflanzen, Aquarienscheiben oder anderen Oberflächen. Da keine Brutpflege stattfindet und Eier gefressen werden können, empfiehlt sich eine getrennte Aufzucht. Nach dem Aufzehren des Dottersacks können die Jungfische zunächst mit feinem Aufzuchtfutter und anschließend mit Artemia-Nauplien sowie geeignetem Bodenfutter versorgt werden.