Der Elefantenrüsselfisch aus Afrika ist ein wirklich außergewöhnlicher Süßwasserfisch, da er sich mithilfe seines elektrischen Organs im Schwanzstiel unter Wasser orientiert. Auch seine untere, verlängerte "Lippe" ist sehr auffällig und dient zum Aufspüren von Nahrung in Bodennähe. Gnathonemus petersi besitzt ansonsten ein eher schlechtes Sehvermögen und ist ein eher scheuer, nachtaktiver Zierfisch, der jedoch stark fasziniert.
Haltung im Aquarium
Der Elefantenrüsselfisch (Gnathonemus petersii) stammt aus West- und Zentralafrika und erreicht eine Körperlänge von etwa 20 bis 25 cm. Charakteristisch ist sein verlängerter Unterkiefer, mit dem er den Bodengrund nach Nahrung absucht. Zusätzlich erzeugt der Fisch ein schwaches elektrisches Feld, das ihm insbesondere bei Dunkelheit zur Orientierung und Kommunikation dient. Aufgrund seiner Größe und seines ausgeprägten Verhaltens sollte ein Aquarium ab etwa 120 cm Kantenlänge gewählt werden; für mehrere Tiere ist deutlich mehr Platz erforderlich. Feiner Sand ist besonders wichtig, damit die empfindliche rüsselartige Maulpartie bei der Nahrungssuche nicht verletzt wird. Wurzeln, Höhlen und eine stellenweise dichte Bepflanzung bieten den eher dämmerungs- und nachtaktiven Fischen geeignete Rückzugsmöglichkeiten. Geeignet sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C, ein pH-Wert von ungefähr 6,0 bis 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Die Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität, weshalb eine leistungsfähige Filterung und regelmäßige Wasserwechsel wichtig sind.
Ernährung
Gnathonemus petersii ernährt sich überwiegend von kleinen wirbellosen Tieren, die er im und auf dem Bodengrund aufspürt. Besonders gut eignen sich Lebend- und Frostfuttersorten wie Mückenlarven, Tubifex, Artemia, Mysis und kleine Würmer. Eingewöhnte Tiere können teilweise auch geeignetes sinkendes Trockenfutter akzeptieren, Lebend- und Frostfutter sollten jedoch einen wesentlichen Bestandteil der Ernährung bilden. Da Elefantenrüsselfische eher langsam und bevorzugt in der Dämmerung fressen, können sie in Gesellschaft sehr lebhafter Fische bei der Fütterung zu kurz kommen. Eine gezielte Fütterung am Abend ist daher empfehlenswert.
Zucht
Die Nachzucht von Gnathonemus petersii im Aquarium gilt als äußerst schwierig und gelingt praktisch nicht regelmäßig. Über erfolgreiche kontrollierte Nachzuchten liegen nur wenige gesicherte Informationen vor. Eine Besonderheit der Art ist die Kommunikation über schwache elektrische Signale, die vermutlich auch bei Partnererkennung und Fortpflanzungsverhalten eine wichtige Rolle spielt. Die für eine zuverlässige Fortpflanzung erforderlichen Umweltbedingungen lassen sich im Aquarium offenbar nur schwer nachbilden. Daher stammen die im Handel angebotenen Elefantenrüsselfische überwiegend aus Wildfängen. Eine gezielte Zucht kann für die normale Aquarienhaltung derzeit nicht als realistisch planbar angesehen werden.