Die Batik-Rennschnecke ist ein äußerst hübscher Vertreter der Gattung Neritina. Ein oft orange-gelbes Schneckengehäuse ist dabei schmuckvoll mit schwarzen Ornamenten verziert. Weitaus bedeutender ist ihr Nutzen für ein Aquarium als Algenfresser, denn diese robusten Schnecken vertilgen auf sehr effektive Weise Algenbeläge von Kieselalgen oder Punktalgen im Aquarium.
Rennschnecken werden ca. 3 cm groß und besitzen einen Deckel, mit dem sie ihr Haus als Schutz vor Feinden verschließen können. Im Süßwasser können sich diese Tiere nicht fortpflanzen, auch wenn sie mehr oder weniger regelmäßig Eier ablegen, aus denen sich dann aber keine Jungschnecken entwickeln.
Aquarium-Haltung
Aufgrund ihrer Größe empfehlen wir für einen kleinen Trupp dieser Wasserschnecken ein Aquarium mit 60 cm Kantenlänge. In punkto Wasserwerten sind Rennschnecken recht tolerant. Empfehlenswert ist jedoch eine gewisse Wasserhärte mit einer GH von 5 - 6, damit es nicht zu Gehäuseschäden kommt.
Ernährung
Die Batik-Rennschnecke (Neritina bzw. Vittina sp.) ernährt sich hauptsächlich von Algenbelägen, Biofilmen und anderem Aufwuchs, den sie von Scheiben, Steinen, Wurzeln und Dekorationen abweidet. Besonders wohl fühlt sie sich deshalb in einem gut eingefahrenen Aquarium mit ausreichend natürlichen Weideflächen. Bei geringem Algenaufkommen kann mit geeignetem Schneckenfutter, Algenfutter oder pflanzlicher Zusatznahrung zugefüttert werden, wobei Ersatzfutter nicht von jedem Tier gleichermaßen gut angenommen wird. Wichtig ist zudem eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Calcium für ein gesundes Schneckengehäuse.
Zucht
Eine Vermehrung der Batik-Rennschnecke im reinen Süßwasseraquarium ist praktisch nicht möglich. Die Weibchen legen zwar kleine, weißliche Eikapseln auf festen Oberflächen wie Steinen, Wurzeln oder Aquarienscheiben ab, aus diesen entwickelt sich unter normalen Süßwasserbedingungen jedoch kein Nachwuchs. Die schlüpfenden Larven benötigen für ihre weitere Entwicklung Brack- beziehungsweise Meerwasser und durchlaufen mehrere frei schwimmende Entwicklungsstadien. Dadurch ist die gezielte Nachzucht unter Aquarienbedingungen sehr anspruchsvoll. Eine unerwünschte Massenvermehrung, wie sie bei manchen anderen Aquarienschnecken vorkommen kann, ist bei Rennschnecken daher nicht zu erwarten.