Endler Guppy sind kleine, sehr robuste und daher anfängerfreundliche Zierfische für das Süßwasseraquarium. Es sind sehr lebendige Fische, die einem viel Freude bereiten und deutlich zierlicher wirken, als die "normalen" Guppys (Poecilia reticulata). In der Tat bleiben die Männchen von Poecilia wingei 'Tiger' nur etwa zwei bis drei Zentimeter klein. Ähnlich wie bei ihren großen Brüdern, ist auch bei Endler Guppy-Fischen die Haltung und Vermehrung recht einfach, wobei idealerweise ein leichter Weibchenüberhang vorhanden sein sollte. Der Tiger Guppy ist hierbei eine interessante Farbform mit tollen schwarz-gelben Farben und markanter Streifenmusterung.
Haltung im Aquarium
Poecilia wingei 'Tiger', der Tiger-Endler-Guppy, ist ein kleiner, lebhafter und unkomplizierter Lebendgebärender. Die Männchen erreichen etwa 2 bis 3 cm, Weibchen werden mit rund 3 bis 4 cm etwas größer. Für eine kleine Gruppe eignet sich bereits ein Aquarium ab etwa 40 bis 50 Litern. Empfehlenswert ist die Haltung mehrerer Tiere mit einem deutlichen Weibchenüberschuss, beispielsweise einem Männchen auf zwei bis drei Weibchen. Eine dichte Bepflanzung mit Moosen und Schwimmpflanzen bietet Rückzugsmöglichkeiten und schützt gleichzeitig Jungfische. Geeignet sind Temperaturen von etwa 22 bis 28 °C, ein pH-Wert zwischen 7,0 und 8,0 sowie mittelhartes bis hartes, mineralreiches Wasser.
Ernährung
Der Tiger-Endler ist ein unkomplizierter Allesfresser. Als Grundnahrung eignen sich hochwertiges Flockenfutter und feines Granulat, das an die geringe Maulgröße angepasst ist. Ergänzend werden Artemia, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven als Lebend- oder Frostfutter gerne angenommen. Auch pflanzliche Bestandteile und Algenaufwuchs gehören zum natürlichen Nahrungsspektrum. Eine abwechslungsreiche Fütterung unterstützt Vitalität, Fortpflanzungsbereitschaft und die intensive Färbung der Männchen.
Zucht
Die Zucht von Poecilia wingei 'Tiger' ist sehr einfach. Als lebendgebärender Zahnkarpfen bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von ungefähr drei bis vier Wochen vollständig entwickelte Jungfische zur Welt. In dicht bepflanzten Aquarien können sich viele Jungtiere zwischen Moosen und feinen Pflanzenbeständen vor den erwachsenen Fischen verstecken. Die Jungfische können von Beginn an mit fein zerriebenem Futter, Artemia-Nauplien und geeignetem Staubfutter ernährt werden. Weibchen können Spermien über längere Zeit speichern und dadurch mehrere Würfe nach einer einzigen Paarung hervorbringen. Soll die charakteristische Tiger-Zeichnung der Zuchtform erhalten bleiben, empfiehlt sich eine gezielte Auswahl der Zuchttiere und die getrennte Haltung von anderen Endler- und Guppy-Varianten.