Chiloglanis cameronensis, der Stromschnellenwels, ist eine echte Rarität aus Afrika. Nah verwandt mit dem Rückenschwimmenden Kongowels ist der Stromschnellenwels ein dezent gemusteter Bodenfisch, welcher ca. 5,5 cm groß werden kann.
Aquarium-Haltung
Die empfohlene Kantenlänge für ein Aquarium, welches für diese hübschen Tiere geeignet ist, beträgt rund 80 cm. Chiloglanis cameronensis besitzt ein typisches Saugmaul, mit dem er sich in der starken Strömung an Steinen festhält und diese nach Aufwuchs und Biofilmen abgrast. Das Wasser im Aquarium sollte sauber und sauerstoffreich sein.
Geeignet sind etwa 22 bis 26 °C, ein pH-Wert von ungefähr 6,0 bis 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser. Die Tiere halten sich bevorzugt auf und zwischen Steinen in strömungsreichen Bereichen auf.
Ernährung
Chiloglanis cameronensis besitzt ein zu einer Haftscheibe umgebildetes Maul, mit dem sich der Wels auch bei kräftiger Strömung an Steinen festhalten und deren Oberflächen nach Nahrung absuchen kann. Einen wichtigen Teil der Nahrung bilden Aufwuchs, Biofilm und darin lebende kleine Wirbellose. Im Aquarium können hochwertige sinkende Futtertabletten, feines Granulat und Futtersorten mit pflanzlichen Bestandteilen angeboten werden. Ergänzend eignen sich kleine Frost- und Lebendfuttersorten wie Cyclops, Artemia, Daphnien und feine Insektenlarven. Ein gut eingefahrenes Aquarium mit natürlichen Aufwuchsflächen ist für eine artgerechte Ernährung von Vorteil.
Zucht
Über die gezielte Nachzucht von Chiloglanis cameronensis im Aquarium liegen nur wenige gesicherte Informationen vor. Eine regelmäßige und zuverlässig dokumentierte Aquarienzucht ist nicht bekannt. Für mögliche Zuchtversuche dürften eine sehr gute Wasserqualität, kräftige Strömung, hoher Sauerstoffgehalt sowie geeignete Spalten und Hohlräume zwischen Steinen wichtige Voraussetzungen darstellen. Saisonale Veränderungen von Strömung, Temperatur und Wasserchemie könnten ebenfalls eine Rolle bei der Fortpflanzung spielen. Aufgrund der begrenzten Erkenntnisse zur Fortpflanzungsbiologie dieser Art sollten konkrete Angaben zu Laichverhalten, Brutpflege und Aufzucht der Jungfische jedoch nicht von verwandten Arten auf Chiloglanis cameronensis übertragen werden.