Eine echte Rarität ist der Rote Zwergrundnasenelefantenfisch, welcher für einen Elefantenfisch durch seine rötlich-braune Farbgebung ins Auge sticht. Interessanterweise besitzt Petrocephalus sp. „Red“ keine verlängerte "Unterlippe", wie es für einen Elefantenfisch üblich ist. Mit diesem Organ spüren diese sehr schlecht sehenden Süßwasserfische normalerweise ihre Nahrung in Bodennähe auf.
Aquarium-Haltung
Der Rote Zwergrundnasenelefantenfisch wird voraussichtlich etwa 8 cm groß. Ein für ihn geeignetes Aquarium sollte daher mindestens eine Kantenlänge von ca. 100 cm aufweisen. Über diese seltene Art sind ansonsten kaum Haltungsbedingungen für die Aquaristik bekannt. Wir konnten jedoch feststellen, dass Petrocephalus sp. „Red“ ein recht ruppiges Sozialverhalten an den Tag legt.
Ernährung
Petrocephalus sp. „Red“ ernährt sich überwiegend von kleinen tierischen Organismen. Besonders gut eignen sich Frost- und Lebendfuttersorten wie Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Mysis und kleine Würmer. Einige Tiere gewöhnen sich mit der Zeit auch an geeignetes sinkendes Granulat, dennoch sollte tierisches Frost- und Lebendfutter einen wichtigen Bestandteil der Ernährung bilden. Da die Fische häufig in der Dämmerung besonders aktiv sind, kann eine Fütterung bei gedämpfter Beleuchtung sinnvoll sein. Bei der Vergesellschaftung sollte darauf geachtet werden, dass sie bei der Nahrungsaufnahme nicht von sehr schnellen Fischen verdrängt werden.
Zucht
Über die gezielte Nachzucht von Petrocephalus sp. „Red“ im Aquarium liegen nur sehr wenige gesicherte Informationen vor. Bereits die nicht abschließend geklärte Artzuordnung erschwert konkrete Aussagen zum Fortpflanzungsverhalten. Bei Nilhechten spielen elektrische Signale eine wichtige Rolle bei Kommunikation und Partnererkennung. Vermutlich sind zudem saisonale Veränderungen der Umweltbedingungen an der Auslösung des Laichverhaltens beteiligt. Eine regelmäßige und zuverlässig dokumentierte Aquarienzucht dieser Handelsform ist nicht bekannt. Konkrete Angaben zu Laichsubstrat, Brutpflege oder Aufzucht sollten daher nicht ohne gesicherte Beobachtungen von anderen Mormyriden auf Petrocephalus sp. „Red“ übertragen werden.