Aus Kolumbien stammt dieser schlanke und etwas bizarr anmutende Störharnischwels, der eine sehr langezogene Körperform hat und orange-braun gemustert ist. Sturisomatichthys aureus wird dabei etwa 25 cm lang, weswegen ein geeignetes Aquarium mindestens 1,2 m Kantenlänge aufweisen sollte. Er ist eher selten im Handel anzutreffen.
Aquarium-Haltung
Sturisomatichthys aureus mag gerne höhere Wassertemperaturen und natürlich weiches und saures Wasser. Das Aquarium sollte reich an Verstecken, Wurzelholz und Wasserpflanzen sein, um diesen interessanten Welsen eine passende Heimstätte zu bieten, welche auch Goldbartwelse genannt werden.
Eine gute Strömung, ein hoher Sauerstoffgehalt und sauberes, möglichst keimarmes Wasser sind besonders wichtig. Geeignet sind Temperaturen von etwa 24 bis 28 °C, ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser.
Ernährung
Sturisomatichthys aureus ist ein Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf pflanzlicher Nahrung, Aufwuchs und Biofilm. Geeignet sind hochwertige Spirulina- und Welsfuttertabletten sowie pflanzliches Granulat. Ergänzend können Gemüse wie Zucchini, Kürbis oder Gurke angeboten werden. Kleine Mengen tierischer Nahrung, beispielsweise Artemia, Cyclops oder Mysis, ergänzen den Speiseplan. Da die Tiere keine besonders effizienten Konkurrenten bei der Futteraufnahme sind, sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Futter den Boden und ihre bevorzugten Aufenthaltsbereiche erreicht. Natürlicher Aufwuchs in einem gut eingefahrenen Aquarium stellt eine wertvolle zusätzliche Nahrungsquelle dar.
Zucht
Die Nachzucht von Sturisomatichthys aureus ist im Aquarium gut möglich. Die Art ist ein Offenbrüter und legt ihre Eier bevorzugt auf glatten, häufig senkrechten Oberflächen wie Aquarienscheiben, Steinen oder breiten Pflanzenblättern ab. Nach der Eiablage übernimmt vor allem das Männchen die Brutpflege. Es bewacht das Gelege und befächelt die Eier regelmäßig mit Frischwasser. Nach dem Schlupf zehren die Larven zunächst von ihrem Dottersack. Sobald die Jungfische selbstständig Nahrung aufnehmen, benötigen sie reichlich Biofilm und Aufwuchs sowie feines pflanzliches Futter, Spirulina und weiches Gemüse. Gerade während der ersten Lebenswochen sind eine ausreichende Nahrungsversorgung, hoher Sauerstoffgehalt und eine sehr gute Wasserqualität entscheidend für eine erfolgreiche Aufzucht.