Hyphessobrycon erythrostigma, der Echte Kirschflecksalmler, macht seinem Name alle Ehre. Ein eher mit dezenten Farben ausgestatteter Zierfisch, den aber der markante rote Fleck auszeichnet. Es ist ein recht hochrückiger und großer Salmler. Die Männchen besitzen eine lange, weiß gesäumte Rückenflosse. Adulte Männchen besetzten in der Paarungszeit Reviere in den Wasserpflanzen.
Aquarium-Haltung
Dieser Zierfisch kann eine Größe von bis zu 7 cm erreichen, von daher ist für einen Schwarm dieser Tiere ein Aquarium mit mindestens 160 Liter Inhalt zu empfehlen. Der Salmler stammt ursprünglich aus Peru und Brasilien in Südamerika. Er verträgt gut weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert von 6,4 bis 7,2. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 28 °C liegen. Als Salmler sollte dieser Schwarmfisch in einer Gruppe gehalten werden. Gut eignen sich hierfür dicht bepflanzte und mit Holz strukturierte Aquarien, die aber dennoch viel freien Schwimmraum anbieten sollten. Der Echte Kirschflecksalmler sollte nicht mit sehr kleinen Beifischen vergesellschaftet werden, denn sie sind sehr lebhafte Schwimmer und starke Fresser. Kleine Beifische gehen schnell verloren und können sich nicht durchsetzen.
Ernährung
Als Futter eignet sich Lebendfutter wie weiße Mückenlarven, Artemia oder Wasserflöhe. Auch Frostfutter wie Schwarze Mückenlarven und Artemia werden gerne angenommen, ebenso hochwertiges Granulatfutter.
Zucht
Die gezielte Nachzucht von Hyphessobrycon erythrostigma ist möglich, gilt jedoch als anspruchsvoller als bei vielen anderen Salmlern. Die Art ist ein Freilaicher und betreibt keine Brutpflege. Für Zuchtversuche empfiehlt sich ein separates, schwach beleuchtetes Aquarium mit sehr weichem und leicht saurem Wasser sowie feinfiedrigen Pflanzen, Moos oder einem Laichrost. Da die Elterntiere dem Laich nachstellen können, sollten sie nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt werden. Auch die Eier und frisch geschlüpften Larven sollten vor starker Beleuchtung geschützt werden. Nach dem Freischwimmen benötigen die Jungfische zunächst sehr feines Futter wie Infusorien oder Rädertierchen. Mit zunehmender Größe können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien verfüttert werden.