Der Feuerstachelaal (Mastacembelus erythrotaenia) ist ein exotischer Zierfisch aus Asien und ein ungewöhnlicher Süßwasserstachelaal. Mit seiner auffälligen rot-schwarzen Musterung zieht dieser Raubfisch im Aquarium alle Blicke auf sich. Als nachtaktiver und versteckliebender Bodenfisch ist er faszinierend zu beobachten. Allerdings wird er bis zu 100 cm lang und benötigt ein großes Süßwasseraquarium. Aquarium-Haltung Für die artgerechte Haltung dieses Großfisches solltest du ein Aquarium von mindestens 600 Litern einplanen, damit der bis zu 1 m lange Aal genügend Schwimmraum hat. Als Bodenfisch hält er sich meist verborgen, daher sind viele Verstecke (Höhlen, Wurzeln, dichte Bepflanzung) wichtig. Weicher Sand oder feiner Kies als Bodengrund ermöglicht es dem Feuerstachelaal, sich einzugraben. Gedämpftes Licht durch Schwimmpflanzen sorgt für dämmrige Bereiche, die seinem Nachtverhalten entgegenkommen. Das Aquarium muss lückenlos abgedeckt sein, denn dieser Fisch ist ein echter Ausbruchskünstler. Vergesellschaftung mit anderen Fischen ist möglich, wenn diese groß und robust genug sind – kleinere Fische enden sonst als Beute. Meist wird ein Feuerstachelaal in Einzelhaltung gepflegt, da adulte Artgenossen untereinander territorial sind; nur in sehr großen Aquarien gelingt mit Glück auch eine Gruppen- oder Paarhaltung. Ernährung Als Fleischfresser ernährt sich der Feuerstachelaal in der Natur von kleinen Fischen, Würmern, Krebstieren und Insektenlarven. Entsprechend sollte auch im Aquarium vor allem hochwertiges Lebendfutter angeboten werden, etwa Regenwürmer, Mückenlarven oder kleine Garnelen. Viele Exemplare nehmen nach Gewöhnung aber auch Frostfutter an, während Trockenfutter häufig verschmäht wird. Wichtig ist, bevorzugt abends oder bei gedimmtem Licht zu füttern, da diese Fische nachtaktiv sind und dann am aktivsten fressen. Zucht Die Vermehrung des Feuerstachelaals im Aquarium gilt als äußerst schwierig und ist bisher nur in Ausnahmefällen gelungen. Für einen Zuchtversuch benötigt man ein sehr großes Becken mit weichem, warmem Wasser sowie ein harmonierendes adultes Paar. Das Weibchen legt die Eier versteckt in feinfiedrigen Wasserpflanzen ab, nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven. Die winzigen Jungfische brauchen spezielles Kleinst-Lebendfutter und viel Geduld bei der Aufzucht.